Mediation

Mediation:
Perspektiven öffnen für konstruktive Lösungen

Eine Mediation kann für die gemeinsame Lösung eines Konflikts den Weg ebnen, wenn alle Beteiligten gesprächsbereit sind: In einem vertraulichen, strukturierten Verfahren streben die Parteien mit Hilfe eines neutralen Vermittlers (Mediator) eine einvernehmliche Lösung an. Ziel ist das Finden einer tragfähigen und dauerhaften Einigung, auf deren Basis eine Zusammenarbeit auch nach der Streitbeilegung möglich ist. Insbesondere bei familiären Konflikten ist die Inanspruchnahme einer Mediation oft sinnvoll, wenn Rahmenbedingungen bestehen, durch die die Konfliktparteien dauerhaft verbunden bleiben, z. B. Kinder, gemeinsamer Besitz oder gegenseitige finanzielle Verpflichtungen. In diesen Fällen kann die Mediation eine faire, zukunftsorientierte Einigung herbeiführen, von der alle direkt und indirekt Beteiligten profitieren.

Vorteile einer Mediation:
⦁ Möglichkeit zur Deeskalation von Konflikten
⦁ Neutralität des Mediators/der Mediatorin
⦁ Faire, gleichberechtigte Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen, Werten und Ansichten aller Parteien
⦁ Berücksichtigung der Interessen der Kinder (bei Trennungen/Scheidungen)
⦁ Vertraulichkeit und Diskretion des Verfahrens
⦁ Kosten- und Zeitersparnis im Vergleich zu einem gerichtlichen Verfahren

„Auf hoher See und vor Gericht ist man allein in Gottes Hand“: Vielleicht haben Sie es von Bekannten oder Freunden gehört, eventuell mussten Sie auch schon selbst die Erfahrung machen, dass eine Gerichtsentscheidung nicht dem eigenen Rechtsempfinden entspricht. Oft ist mindestens ein Prozessbeteiligter mit dem Ausgang des gerichtlichen Verfahrens unzufrieden – nicht selten sind es beide Parteien. Wesentlich für das Entstehen dieser Unzufriedenheit ist der Umstand, dass eine dritte Person (der Richter bzw. die Richterin) letztlich allein über die rechtliche Auseinandersetzung entscheidet.

Bei der Mediation ist dies anders: Hier finden allein die Beteiligten zu einer Lösung ihres Konflikts. Der Mediator entscheidet dabei nicht den Streit, sondern er hilft den Parteien durch seine sachkundige Vermittlung und Moderation eine rechtssichere Lösung für die Auseinandersetzung zu finden.

Da die Streitparteien (unter Anleitung) die Lösung selbst finden, wird diese als gerechter und fairer empfunden. Ergebnis: Eine größere Zufriedenheit und Akzeptanz der selbst gefundenen, einvernehmlichen Regelung. Die Mediation bietet also eine Lösung des Konflikts anstatt lediglich eine Entscheidung (gegen eine der Parteien) herbeizuführen.

Für die Durchführung einer Mediation bedarf es nur einer Voraussetzung: Der Bereitschaft aller Beteiligten.

Die Freiwilligkeit an der Teilnahme ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mediation. Einen Zwang gibt es nicht – dies gilt für den gesamten Verlauf. Eine Mediation kann jederzeit ohne Begründung abgebrochen werden, wenn eine der beteiligten Parteien von deren Erfolg nicht mehr überzeugt ist.

Ob die jeweilige Auseinandersetzung überhaupt für eine Mediation geeignet ist, kann ein erfahrener Mediator, der im Idealfall zugleich Rechtsanwalt ist, schnell einschätzen. Nicht immer ist die Mediation die bessere Alternative, manche Auseinandersetzungen müssen vor Gericht ausgetragen werden. Gerade im Familienrecht ist jedoch der größte Teil der Fälle mediationsgeeignet.

Wir beraten Sie in einem Erstgespräch ausführlich, individuell und unverbindlich über die Möglichkeit einer Mediation in Ihrem Fall.

Zu Beginn einer Mediation wird zunächst geklärt, welche Themen die Beteiligten besprechen wollen.
Gemeinsam werden der Konflikt insgesamt sowie die entscheidenden Streitpunkte herausgearbeitet.

Die Konfliktbearbeitung geschieht, indem alle Parteien ausreichend Gelegenheit erhalten, ihre Sicht und die Gründe für die eigene Haltung darzustellen. Indem alle die gleiche Zeit erhalten, ohne Unterbrechung zu reden, und sich dann umgekehrt in die Rolle des Zuhörers begeben, wird etwas Wesentliches erreicht: In neutraler Umgebung und unter der objektiven Moderation des Mediators können die Beteiligten endlich einmal sagen, was in ihnen vorgeht und hören zugleich, was den anderen bewegt.

Dieser Gedankenaustausch hat nichts mit den Diskussionen im privaten Umfeld zu tun: Hierbei fallen sich die Parteien oft gegenseitig ins Wort, lassen den anderen nicht ausreden und versuchen, mit immer lauterer Stimme ihren Argumenten Nachdruck zu verleihen. Diese meist sehr emotional und wenig sachlich geführten Auseinandersetzungen führen in der Regel zu einem Auseinanderdriften der Positionen statt zu einer Lösung.

In der Mediation hingegen gewährleistet der Mediator als Vermittler einen ausgewogenen Rede- und Zuhöranteil sowie die nötige Sachlichkeit. Dadurch werden die tatsächlichen Motive und Bedürfnisse, die zunächst von den vordergründigen Haltungen und Positionen verdeckt wurden, herausgearbeitet. So ist plötzlich die Sicht frei auf die Bedürfnisse des anderen bzw. die wahren Ursachen des Konflikts – damit ist die Basis für das Finden einer Lösung bereits geschaffen.

Durch die Unterstützung des Mediators steht dann am Ende kein „fauler Kompromiss“, sondern die bestmögliche Einigung – eine sogenannte „Win-Win-Lösung“.

Durch eine Mediation lässt sich im Vergleich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung Geld in nicht unerheblichem Umfang sparen: Während bei Gericht zwei Anwälte sowie das Gericht selbst für ihre Dienste bezahlt werden wollen, gilt es in der Mediation lediglich eine Person – den Mediator – für die Vermittlung zu entlohnen. Steht am Ende der Mediation eine einvernehmliche Regelung, haben die Beteiligten zumeist mehrere tausend Euro gespart.

Die genauen Kosten einer Mediation variieren in Abhängigkeit vom betreffenden Konfliktfall und berechnen sich aus dem Honorar des Mediators bzw. der Mediatorin sowie der Anzahl der Sitzungen. Gern beraten wir Sie individuell in einem kostenfreien Erstgespräch, aufgrund dessen Sie die zu erwartenden Kosten gut einschätzen können – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht und wir kontaktieren Sie umgehend.

Allerdings sollte die Kostenersparnis nicht die alleinige Motivation für eine Mediation sein. Eine gerichtliche Auseinandersetzung stellt fast immer eine große psychische Belastung dar und führt nicht selten zu einem dauerhaften, unüberwindbaren Zerwürfnis der Parteien. Eine Mediation schont somit neben dem Geldbeutel vor allem eines: Ihre Nerven.

Die Frage „Wie würde ein Gericht unseren Konflikt entscheiden?“ wird oft von den Streitbeteiligten gestellt. Das Bedürfnis zu erfahren, wie eine gerichtliche Entscheidung aussehen würde, ist nachvollziehbar. Gleichzeitig birgt dieser Punkt Risiken für das Gelingen einer Mediation – dessen müssen sich alle Beteiligte, auch der Mediator, bewusst sein.

Die Kenntnis eines möglichen gerichtlichen Urteils kann die Bereitschaft zu einer Einigung möglicherweise einschränken, falls aufgrund der Sachlage eine Partei vermeintlich mehr zugesprochen käme als bei einer gütlichen Einigung. „Vermeintlich“ ist dabei ein entscheidender Zusatz, denn der Ausgang gerichtlicher Verfahren ist selten exakt voherzusehen (siehe „Warum lieber eine Mediation durchführen als vor Gericht gehen?“)

Gleichzeitig können sich die Beteiligten jedoch auf anderem Wege erkundigen, wie Gerichte in vergleichbaren Situationen entschieden haben; oder sie erfahren im Nachhinein, dass das Gericht womöglich anders entschieden hätte als man sich im Rahmen der Mediation geeinigt hat.

Die Kenntnis der Rechtslage ist somit eine Grundvoraussetzung für eine tatsächlich faire Lösung und dafür, dass alle Beteiligten die Einigung auch langfristig als richtige Entscheidung empfinden. Unsere langjährige Mediationserfahrung, verbunden mit der Kenntnis des Rechts sowie der gerichtlichen Praxis und wie diese in die Mediation einzubeziehen sind, gewährleisten eine ausgewogene Aufklärung und Moderation, so dass die Lösung des Konflikts dauerhaft von den Parteien anerkannt wird.

Eine Mediation ist dann erfolgreich beendet, wenn die Beteiligten in sämtlichen Themen eine Einigung zur Zufriedenheit aller erzielen konnten. Damit die Einigung, die uns in den meisten Fällen gelingt, rechtlich verbindlich wird, bedarf es meist noch der notariellen Beurkundung. So sieht das Gesetz beispielsweise vor, dass Eheleute ihre Einigung über den Zugewinnausgleich oder nacheheliche Unterhaltszahlungen vor der Ehescheidung notariell beurkunden lassen müssen; andernfalls bestünde für beide Eheleute die Möglichkeit, wieder Abstand von der Einigung zu nehmen und doch noch vor Gericht zu gehen.

Sind die an der Mediation und an dem Notarvertrag beteiligten Personen identisch – was z. B. bei ehevertraglichen Vereinbarungen so gut wie immer der Fall sein wird – kann ein Mediator, der zugleich auch Notar ist, in dieser Eigenschaft die Vereinbarung für die Beteiligten beurkunden.

Die rechtverbindliche Beurkundung der in der Mediation getroffenen Vereinbarungen kann Herr Dr. Lymperidis auf Wunsch der Beteiligten in seiner Funktion als Notar vornehmen. Von der Konfliktlösung bis zur Beurkundung erhalten Sie somit bei uns alles aus einer Hand – daraus resultiert eine Zeitersparnis, da die Vereinbarung eines Termins in einem anderen Notariat entfällt.

Den „richtigen“ Mediator bzw. die „richtige“ Mediatorin zu finden ist mit entscheidend für den Erfolg der Mediation, denn für die notwendige Offenheit ist ein gewisses Maß an Sympathie und Vertrauen notwendig. Auch haben Sie sicherlich – trotz der hier aufgeführten Erläuterungen – noch weitere Detailfragen.

Daher bieten wir Ihnen ein kostenfreies Erstgespräch an, auf dessen Basis Sie entscheiden können, ob die Mediation grundsätzlich für Ihre Situation zielführend ist. Zudem bieten wir Ihnen zwei Optionen für die Wahl des für Sie „richtigen“ Mediators bzw. der für Sie „richtigen“ Mediatorin: Dr. jur. Ioannis Lymperidis und Miriam Lymperidis, die wir Ihnen weiter unten auf der Seite vorstellen.

Kontaktieren Sie uns, um einen Termin für ein unverbindliches, kostenfreies Erstgespräch zu vereinbaren. Anschließend können Sie sich in aller Ruhe überlegen, ob Sie eine Mediation durchführen möchten und wen Sie als Mediator/in bevorzugen.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 0611-9500080. Sie können uns auch eine Nachricht an sekretariat@lymperidis.de oder über das Kontaktformular zukommen lassen. Wir melden uns dann kurzfristig bei Ihnen.

Dr. jur. Ioannis Lymperidis Seit 2004 als Mediator tätig Fachanwalt für Familienrecht, Rechtsanwalt für Erbrecht – in diesen Rechtsgebieten liegt auch sein Schwerpunkt als Mediator
Miriam Lymperidis Seit 2012 als Mediatorin tätig Verfahrensbeistand in gerichtlichen Kindschaftsverfahren am Familiengericht („Anwalt des Kindes“ bei Sorge- und Umgangsrechtverfahren)